Die Kanaren, ein Überblick

 

Die „Kanarischen Inseln“ sind eine vulkanische Inselgruppe im Atlantik vor der Nordwestküste von Afrika.

Politisch

gehören die (seit kurzem) 8 Inseln zu Spanien, geographisch zu Afrika und biogeografisch zu Makaronesien. Sie unterliegen der zentralen Regierung von Spanien (Madrid), haben aber eine eigene, autonome Regierung.

Jede Insel hat ihre eigene Insel-Verwaltungsbehörde, das „Cabildo“, ausgenommen die neu anerkannte Insel La Graciosa.

Die Inselgruppe besteht aus 7 Hauptinseln und einer seit Juni 2018 dazu gekommenen und vom Senat anerkannten Insel „La Graciosa“

  1.  Teneriffa:  Hauptstadt der Kanaren insgesamt und Verwaltung „Santa Cruz de Tenerife“
  2. Gran Canaria:  Hauptstadt und Verwaltung  „Las Palmas de Gran Canaria“
  3. Fuerteventura:  Hauptstadt “ Puerto del Rosario“, Verwaltung Las Palmas de Gran Canaria
  4. Lanzarote:  Hauptstadt „Arecife“, Verwaltung Las Palmas de Gran Canaria
  5. La Palma:  Hauptstadt „Santa Cruz“, Verwaltung Santa Cruz de Tenerife
  6. La Gomera:  Hauptstadt „San Sebastián“, Verwaltung Santa Cruz de Tenerife
  7. El Hierro:  Hauptstadt „Valverde“ , Verwaltung Santa Cruz de Tenerife
  8. La Graciosa   kein eigenes Cabildo, Lokalverwaltung, Hauptort „La Caleta de Sebo“ .

 

 

 Die klimatischen Bedingungen

haben einen Sonderstatus, denn es herrscht auf allen Inseln ein gemäßigtes  Klima, verwunderlich, wenn man die geografische Lage vor Afrika bedenkt.

Trotzdem hat jede Insel seine klimatischen Eigenheiten und Besonderheiten und unterscheiden sich klimatisch.

Der Passat, ein Nord-Ost-Wind,

beeinflusst im Frühling, Sommer und auch im Herbst das  Wetter und kann auch in manchen Gebieten mit flach abfallenden Tälern dafür sorgen, dass sich die daraus entstehenden Passatwolken zusammenballen und fest an den Berghängen klebt. Dort ist es dann grau und auch kühler, während an der Küste trotzdem die Sonne scheint und der Himmel dunkelblau ist.

Anagagebirge im Passat
Die Passatwolken nähren im Anagagebirge die Lorbeerurwälder. Er zieht in schnellem Tempo über den blauen Himmel und es wird kurzzeitig dunkel und nass. Die Blätter melken die Wolken und lassen das gespeicherte Wasser bei Bedarf auf die Wurzeln abregnen.

 

Ebenso gibt es ein starkes Nord-Süd Gefälle…im Norden bewölkt und kühl, im Süden und Westen dagegen ist es oft sehr warm, mit trockener Luft und viel Sonne.

Dieses Wetterphänomen macht sich auch in der Vegatation bemerkbar.

Im Süden

der Inseln findet man viel Tuffstein, Lava, mondähnliche Landschaften ohne Bäume und wesentliche Pflanzen. Lediglich das „Malpais“, zu Unrecht „schlechtes Land“ genannt, ein urwüchsiges Buschland hat, wenn man genauer hinschaut einige interessante Pflanzen zu bieten,  die nur blühen und mit Blättern behaftet sind, wenn es geregnet hat.

roques-de-garcia-an-der-ucancaebene.jpg
Die Roques de Garcia , an der Ucancaebene am Urvulkan und am Fuße des Teides mit einer Höhe von 2200. Der Felsen hat lilarote Adern und ist durch Eisenerze und Mineralien, sowie Wind, Wetter, Salz und Frost je nach Jahreszeit und Sonnenstand immer in anderen starken Farben anzutreffen. Hier kurz nach Sonnenuntergang

Dort wachsen über 3000 Jahre alte Pflanzen, wie die „Tabaibe“, welche einen kurzen, ca 50 cm langen stammähnlichen Aufbau hat, sieht fast aus wie eine riesige Ingwerwurzel und darauf eine weit verzweigte Buschkrone mit kleinen, grünen Blättchen. Diese fallen in der Trockenzeit ab und der so nackte buschähnliche Baum kann Jahre ohne Wasser überleben, bis es wieder regnet. Dann entwickelt er fast über Nacht sehr hellgrün leuchtende Blättchen.

 

 

Malpais de Guimar mit Tabaibe
Malpais de Guimar mit belaubten Tabaiben

 

Ebenso altes 20 cm hohes Buschland, sehr kratzig und stachelig, ohne irgendwelches Grün, dann die Candelaber-Kakteen, die von ihrer verzweigten Wuchsform an eine mehrarmige „Kandelaberleuchte“ erinnert und eigentlich zur Gattung der „Wolfsmilchgewächse“ gehört.

 

Der Norden

besticht durch seine Vielfalt an Gewächsen, Wiesen, Blumen, Bäumen und Wäldern. Nur Lanzarote macht da eine Ausnahme, diese Insel ist eher durchgängig karg.

Jede Insel für sich ist vollkommen anders in seiner Struktur, Vegetation, im Klima und auch in seinen Sitten und Gebräuchen.

 

Orotavatal
Orotavatal
Isla Baja
Isla Baja

 

Es lohnt sich jede der acht Inseln zu besuchen und erst danach kann man die großen und kleineren Unterschiede  erfassen und jede Insel für sich in ihrer Einzigartigkeit begreifen und schätzen lernen.

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